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Doppel-Europameister!

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0415
Gestern kam ich mit zwei Goldmedaillen aus Portugal zurück. Davon habe ich vor der EM höchstens zu träumen gewagt, denn bisher habe ich noch nie zweimal Einzelgold an einer Meisterschaft gewonnen. Dank diesen Erfolgen konnte ich mich auch wieder mit der EM versöhnen, nachdem ich vor zwei Jahren mit dem Achillessehnenriss den schlimmsten Rückschlag meiner Karriere hinnehmen musste...

0412
Die erste Entscheidung fiel im EM-Hauptort Palmela über die Sprintdistanz. Es war eine steigungsintensive Angelegenheit mit engen Gassen und spannenden Routen. Ich startete gut und hatte beim 9. Posten 6 Sekunden Vorsprung, doch auf der nächsten Teilstrecke hoch zur Burg verlor ich 12 Sekunden auf die Bestzeit. Meine Route war wohl zu eckig und ich konnte somit nicht richtig Tempo machen. Ein Postenraumfehler beim 13. Posten kostete mich dann nochmals gegen 10 Sekunden. In einem engen Rennen, wo es um jede Sekunde ging, waren diese beiden Teilstrecken zu schlecht um eine Medaille gewinnen zu können. Diese holte dafür mein Bruder Martin, was ich ihm sehr gönnte, doch ich nervte mich natürlich über die verpasste Medaillenchance.

0413
Die nächste Chance liess nicht lange auf sich warten, denn am nächsten Tag stand die Mitteldistanz in einem schnellen und offenen Wald auf dem Programm. Da die Qualifikation wegen eines falsch stehenden Posten annulliert werden musste, durften alle 117 Läufer im Final starten und so gab es im Gelände ziemlich viele Spuren. Für die Favoriten herrschten jedoch dieselben Bedingungen, da alle am Schluss starteten. Ich lief ein perfektes Rennen ohne irgendwelche Schwierigkeiten, der grösste Zeitverlust auf eine Abschnittsbestzeit waren 6 Sekunden zu Posten 9 - das sagt schon ziemlich alles über die technischen Schwierigkeiten dieses Wettkampfes. Mir wars recht, denn so konnte ich meine gute Form voll ausspielen und mich als Europameister feiern lassen!

0414
Mit der Goldmedaille über die Mitteldistanz war der grösste Druck weg und ich startete lockerer in die Langdistanz. Wohl zu locker, denn auf den ersten Posten verlor ich schon ziemlich viel Zeit, und nach einem Fehler zu Posten 4 lag ich sogar 2 Minuten hinter der Spitze. Dieser Fehler war eine Art Weckruf und in der Folge lief ich zügiger und fokussierter. Physisch fühlte ich mich noch immer sehr gut, trotz der Wettkämpfe in den Tagen zuvor. Bei der Zuschauerpassage erhielt ich dann die gute Meldung, dass ich nur 10 Sekunden hinter der Spitze lag, und das motivierte mich nochmals sauber OL zu machen und die letzten Energiereserven zu mobilisieren. Dank einer guten Schlussschlaufe konnte ich im Ziel die Führung übernehmen. Es waren zwar noch einige Konkurrenten unterwegs, doch näher als 25 Sekunden kam keiner mehr heran und somit war ich auf einmal Doppel-Europameister!

0416
Aufgrund der Leistungen in den Einzelläufen sahen uns viele auch für die Staffel als Favoriten. Im Team Schweiz 1 liefen jedoch mit Fabian Hertner, Matthias Kyburz und mir drei Läufer, die tags zuvor die Langdistanz gelaufen waren. Somit hatten wir einen schweren Stand gegen Teams, die einen stärkeren Fokus auf die Staffel gelegt hatten. Nichtsdestotrotz glaubten wir an unsere Chance und starteten mit dem nötigen Ehrgeiz. Ich kam von der Startstrecke an der Spitze zurück, hatte jedoch eine kürzere Gabelungsvariante. Aufgrund dieser Gabelung war ich bereits nach 3 Posten alleine an der Spitze, doch wegen der guten Sicht und meinen nicht mehr ganz frischen Beinen war es mir unmöglich, daraus einen Vorteil, beziehungsweise einen Vorsprung, herauszuholen. Auch nach der zweiten Strecke lagen wir noch in Führung, doch auf der Schlussstrecke hatte Fäbu die längste Gabelung anzulaufen und machte zudem einen Fehler. Damit war der Medaillenzug abgefahren und wir kamen als 6. ins Ziel, das Team Schweiz 2 lief auf Rang 4.
Meine persönliche EM-Bilanz fällt logischerweise sehr positiv aus. Mit den zwei Goldmedaillen übertraf ich meine Erwartungen und ich bin richtig glücklich, dass ich so gute Läufe zeigen konnte. Der Entscheid alle Distanzen zu laufen war absolut richtig, obwohl es im Vorfeld schon ein paar heisse Diskussionen gab. Diese Entscheidung haben sicher nicht alle als sinnvoll erachtet, doch mein Trainer Kilian Imhof und ich haben immer daran geglaubt, dass unser Plan aufgehen wird. Dank den beiden EM-Titeln gehe ich guten Mutes in Richtung WM (6.-13. Juli), wo ich nun für die Mittel- und Langdistanz bereits zwei fixe Startplätze habe. Da es bei der WM jedoch wieder bei Null losgeht und bis dahin noch einiges passieren kann, gilt es jetzt wieder einen cleveren Plan für die kommenden 2.5 Monate zurechtzulegen...


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