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WM-Gold in Estland!

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0700
Der WM-Titel im Sprint war das grosse Highlight der diesjährigen WM in Estland. Bei den Walddisziplinen lief es leider nicht ganz nach Wunsch. Trotzdem fällt meine Gesamtbilanz sehr positiv aus, denn eine Goldmedaille war das grosse Ziel und diese überstrahlt nun alles!

 
0701
Wie so oft wurde die WM mit dem Sprint eröffnet, diesmal auf einem hügeligen Parcours durch Tartu. Die Bahn war zum Glück technisch anspruchsvoller als der Selektionslauf in Polva und auch als der Qualifikationslauf tags zuvor, welchen ich als Schnellster absolvierte. Ich startete solid ins Rennen und war beim 6. Posten erstmals an der Spitze. Die Führung gab ich allerdings auf dem Weg zum 10. Posten wieder ab, da ich ungewollt in eine künstlich eingezäunte Sperrfläche lief. Dort hineinzulaufen war nur möglich, weil dieses Sperrgebiet vom Veranstalter schlecht abgezäunt war. Zum Glück bemerkte ich es und konnte noch rechtzeitig umkehren, trotzdem verlor ich deswegen neun Sekunden. Weitere sechs Sekunden verlor ich beim Weglaufen vom 14. Posten, weil ich auf der Karte nicht sah, dass ich wieder retour hätte gehen müssen (Video). Normalerweise bezahlt man für solche Zeitverluste mit dem einen oder anderen Rang, doch das Wettkampfglück war auf meiner Seite und es reichte mit 2.9 Sekunden Vorsprung zum Weltmeistertitel! Die WM auf diese Art und Weise zu starten, fühlte sich grossartig an. Rangliste / Karte / GPS / Grafik / Bericht SRF

0702
Nach zwei Ruhetagen wollte ich über die Langdistanz wieder zuschlagen. In den Gold-Kampf war ich dann allerdings nie involviert. Eine Medaille wäre durchaus möglich gewesen, denn der Blick auf die Grafik zeigt, dass ich bei Posten 15. noch auf Rang drei lag. Ein Fehler von über einer Minute zum 17. Posten sowie mehrere Zeitverluste auf längeren Routen warfen mich aber auf den 6. Rang zurück. Untypischerweise wählte ich (zu) viele Umlaufrouten, nachdem ich beim Selektionslauf im Mai noch zu direkt lief. Eventuell habe ich mich im letzten Trainingslager vom zunehmend grüner werdenden estnischen Busch abschrecken lassen. Diesbezüglich stimmte die Abstimmung jedenfalls nicht.
Rangliste / Karte / GPS

0703
Knapp erholt von der langen und strengen Langdistanz startete ich am 6. Juli zur Mitteldistanz. Das Gelände von Vitipalu war mit seinen drehenden und feinen Geländeformen richtig cool. Gefühlt war meine Startphase ganz gut, doch bereits bei der Zielpassage noch vor Rennhälfte hörte ich, dass ich 40 Sekunden zurück lag. Im GPS-Vergleich mit dem Sieger Gueorgiou sieht man, dass ich immer wieder mal ein paar Sekunden verlor. Primär aber zu den Posten zwei und sechs, wo man direkter hätte laufen müssen. Im zweiten Teil verlor ich dann keine Zeit mehr und so landete ich auf dem guten 5. Rang, 17 Sekunden hinter dem Podest. Rangliste / Karte / GPS / Grafik

0704
Zur abschliessenden Staffel traten wir in der selben Besetzung wie bei den letzten drei WMs an: Hertner, Hubmann, Kyburz. Auch dieses Mal gehörten wir zu den Favoriten und mit diesem Wissen startete ich in der Vorstart-Quarantäne meine Aufwärmrunden. Kurz darauf hörte ich vom Speaker, dass Fabian zum ersten Posten völlig die Orientierung und damit vier Minuten verloren hatte. Das war ein harter Schlag und der Traum von Gold, beziehungsweise einer Medaille, war ausgeträumt. Wir wollten vorne mitlaufen, wozu man ans Limit gehen muss und da kann auch mal was schief gehen. Bis zu meinem Start hatte ich genügend Zeit, mich auf diese Rennsituation einzustellen, was mir eigentlich gut gelang. Mein Lauf war ok, mit Ausnahme des 12. Postens, wo ich einen Parallelfehler machte und 30 Sekunden verlor. Unser Schlussläufer Matthias Kyburz lief dann noch vom 9. auf den 5. Rang. Dank weiteren grossen Fehlern anderer Teams reichte es schlussendlich noch für einen Diplomplatz. Damit hielt sich der Schaden in Grenzen, obwohl wir die angestrebte Medaille verpassten.  Rangliste / Karte / GPS 2. Strecke

0705
Dass es in keiner der drei Walddisziplinen zu einer Medaille gereicht hat, ist für mich enttäuschend. Ich lief bei keinem dieser Rennen schlecht, aber halt auch nie richtig top, und so reichte es für drei Diplome. Das Highlight war aber ganz klar die Goldmedaille im Sprint. Dank dieser wird mir die WM in Estland als grosser Erfolg in Erinnerung bleiben. Die Anstrengungen in den letzten Monaten haben sich bezahlt gemacht und nun kann ich ein weiteres, erfolgreiches Projekt abschliessen. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die mich auf dem Weg zu diesem Weltmeistertitel unterstützt haben!

Mittlerweile habe ich 45 WM-Rennen auf meinem Buckel, davon beendete ich 43 in den Top 10, 37 in den Top 6 und 24 auf dem Podest. Ich hoffe sehr, dass noch weitere WM-Rennen dazu kommen werden - die WM 2018 in Lettland ist bereits in meinem Kopf. Vorerst gönne ich mir aber eine ruhigere Phase und geniesse den Luxus, dass meine Agenda in den kommenden vier Wochen noch leer ist :-)

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