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Weltcup China

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Der Weltcup in China hat viel Energie gekostet. Nach der Rückreise wurde ich krank und habe darum auch die Swiss O Finals in Wil verpasst. Nun habe ich die Ereignisse aber verdaut und blicke nochmals zurück.
 
   
 
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Im OL geht es für mich darum, möglichst schnell zu laufen und gleichzeitig gerade noch so gut Karte zu lesen, das ich effizient vorwärtskomme. Im Wettkampf bin ich darauf angewiesen, dass ich mich auf die Karte verlassen kann, denn sie sagt mir, was erlaubt ist und was nicht. Wenn die Karte nicht den internationalen Regeln entspricht, wird es schwierig. Denn dann werden wichtige Details von Läufern unterschiedlich interpretiert oder gar übersehen.
Als ich nach der Mitteldistanz ins Ziel kam, wurde mir gesagt, dass ich über eine olive Fläche gelaufen sei. Ich war etwas erstaunt, denn im Wettkampf war mir nichts aufgefallen. Die Situation war auf der Karte schlecht dargestellt, sprich das Oliv zu dünn eingezeichnet (Mindestbreite auf einer 10'000er Karte beträgt 1.5mm). Dazu wurde die Zahl 5 genau dort platziert, wo ich durchgelaufen bin. Im Ziel regte ich mich darüber auf, dass der Veranstalter mich disqualifizierte und wir legten eine Beschwerde ein. Später wurde mir dann bewusst, dass ich nicht auf diese Rangliste gehörte, denn ich hatte wie sieben weitere Läufer wegen dieser "Abkürzung" Zeit gewonnen. Einen grossen Einfluss auf die Rangliste hatte zudem der Fakt, dass zahlreiche Läufer diese Falle im letzten Moment noch erkannten und so einen zeitraubenden Umweg in Kauf nahmen. Daher erzielten wieder andere Läufer eine bessere Rangierung, als sie eigentlich verdient hätten. Sprich, es war ein Chaos und die Jury musste eine Entscheidung treffen. Die Option, den Wettkampf zu annullieren, tönte für mich naheliegend, doch damit wären all jene Läufer bestraft worden, die nicht in diese Situation verwickelt waren. Der Juryentscheid, alle Läufer zu klassieren, sorgte dann für zahlreiche Diskussionen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Juryentscheid nicht bei allen gut ankommt und nach diesem Rennen gab es keine faire und gute Lösung mehr. So wurde ich auf Rang 5 klassiert. Hätte man die Zeiten zum 5. Posten aus der Rangliste gestrichen, wäre ich 8. geworden. Dadurch kriegte ich mehr Punkte im Gesamtweltcup, als ich verdient hätte. In dieser Situation fühlte ich mich nicht wohl, doch es blieb mir nicht viel anderes übrig, als diese verkorkte Situation so zu akzeptieren. Die Organisatoren haben viel Zeit und Energie in diese Wettkämpfe gesteckt. Bedenklich finde ich, dass die Kontrolle durch den internationalen Verband nicht funktionierte. Rangliste / Juryentscheid / Karte mit Route
   
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Nach der Sprintstaffel, in der ich für Schweiz 2 nicht wirklich gut lief, fand der abschliessende Sprint in einem coolen Gebiet statt. Ich machte den einen oder anderen Fehler zu viel und landete auf dem 7. Rang. Nach dem Lauf wurde dann viel über die auffällig starken Leistungen der chinesischen Läuferinnen und Läufer diskutiert und es stellte sich die Frage, wie viel der Heimvorteil wirklich ausmachen kann. Plötzliche und markante Leistungssprünge sind auffällig und müssen zumindest bestätigt werden, um glaubwürdig zu sein. Auf WorldofO, Attckpoint, O-Zeugs und Social Media wurde und wird fleissig diskutiert...
  
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Auch wenn diese Reise nach China für mich kein inspirierendes Erlebnis war, gab es in der Weltcupsaison 2019 sehr viele tolle Momente, die mich motivieren, auch in der nächsten Saison wieder dabei zu sein. Inzwischen habe ich 148 Einzelweltcuprennen bestritten, davon 9 in dieser Saison. Der 3. Rang im Gesamtweltcup ist die Bestätigung, dass ich auch in dieser Saison auf einem hohen und konstanten Niveau laufen konnte. Herzlichen Dank an alle, die mich dabei unterstützt haben und Teil von diesem Erfolg sind!
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